Einen Feuerwehreinsatz kann man nicht terminieren. Einen Drehtag schon. Für den Imagefilm zum 150-jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Asperg haben wir vier Einsätze nachgestellt und die Menschen erzählen lassen, die sonst ausrücken.
Einen eigenen Film hatte die Feuerwehr bis dahin nicht. Daher wurden wir beauftragt, zu zeigen, wie die Feuerwehr Asperg entstanden ist und wie ihre Mitglieder heute arbeiten.
Die Gründungsgeschichte erzählt der Film mit alten Bildern. Den Rest erzählen die Feuerwehrleute selbst. Einsatzkräfte und Mitglieder der Jugendfeuerwehr sprechen in Interviews über ihren Antrieb, über die Kameradschaft und darüber, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen. Eine Off-Stimme gibt es nicht. Dazwischen liegen vier Einsatzlagen: eine Rettung über die Drehleiter, ein Gefahrguteinsatz, ein Fahrzeugbrand und ein Verkehrsunfall.
Das Schwierigste daran war die Planung: Jeder Einsatz musste bis ins Detail geplant und vorbereitet sein, bevor eine Kamera lief. Für den Verkehrsunfall wurde ein Fahrzeug gezielt beschädigt und so auf die Seite gelegt, als wäre es gegen einen Baum gefahren. Für den Fahrzeugbrand stand ein Fahrzeug in Flammen. Den Gefahrguteinsatz haben wir mit einem IBC-Tank und einer ungefährlichen Flüssigkeit nachts unter Flutlicht gedreht. In Zahlen: vier Drehtage für vier Einsätze und die Interviews, über 50 Beteiligte samt Feuerwehrleuten, zehn Monate von der Konzeption bis zum fertigen Film.
Geliefert haben wir einen Film von rund 3,5 Minuten. Er lief zuerst auf der Jubiläumsfeier und ist seitdem auf der Website und dem YouTube-Kanal der Feuerwehr Asperg zu finden.
Die Einsätze waren gestellt. Die Menschen, die darüber sprechen, nicht.